Haustechnik

1.           Energienutzung

Als Wärmequelle kann das Gewässer genutzt werden, da in einer Tiefe von ca. 2,5 bis 3m über das ganze Jahr Temperaturen von mindestens 4 bis 10°C vorliegen. Bei einem Wärmebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung von ca. 7kW werden aus dem Gewässer ca. 1.600 Liter Wasser/h, also auf das Jahr bezogen (*2000h) 3.200.000 Liter Wasser um 5°C abgekühlt. Die gewonnene Wärmeenergie wird über den Heizkreislauf im Floating Home verteilt und in den Wohnraum abgegeben, bzw. dem Wasserspeicher zugeführt. Damit ist die Beheizung und Warmwasserbereitung für ein Floating Home komplett gewährleistet.

Die dadurch bedingte Wasserumwälzung und –abkühlung ist aus ökologischen Gesichtspunkten sehr vorteilhaft, da der Algenbewuchs verringert, das Gewässer mit Sauerstoff angereichert und die Eisbildung am Boot im Winter vermindert wird. (Die Eisbildung wird allein durch die Bewegung des Oberflächenwassers vermindert!) Es werden natürliche Energieressourcen genutzt, da dem Wasser die, durch direkte Sonneneinstrahlung und über die Atmosphäre, zugeführte Wärmeenergie entzogen wird. Der globalen Erwärmung wird somit entgegengewirkt, da die in der Atmosphäre vorhandene Wärmeenergie sozusagen „umverteilt“ wird.

Der Energieaufwand beträgt 1,5kW * ca. 2.000h= ca. 3.000kWh/ Jahr

    ca. 3.000kWh * ca. 0,08 € = ca. 240,00 €/ Jahr an Energiekosten in Form von Strom für den Betrieb der Wärmepumpe

  > ca. 240,00 € : ca. 120m²=               ca. 2,00 €/ m²/ Jahr

  > ca. 3.000kWh : ca. 120m²= 25 =>   2,5 Liter Öl/ m²/ Jahr 

Die Stromkosten verringern sich oder entfallen ganz, wenn eine auf dem Dach installierte Fotovoltaikanlage die, zum Betrieb der Wärmepumpe notwendige, elektrische Energie liefert. Das Floating Home wäre somit, was die Beheizung betrifft, völlig autark.

Im Sommer wird ohne zusätzliche Energiezuführung (wie z.B. bei herkömmlichen Klimaanlagen) gekühlt. Für die Kühlung des Floating Homes wird dem Innenraum die Wärme über die entsprechenden Bauteile entzogen und dem Seewasser, welches aus 2,5m Tiefe angesaugt wird, zugeführt. Dieses wird dann an der Oberfläche eingeleitet. Auch hier wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert.

Wärmeerzeuger ist eine Wärmepumpe mit integrierter Warmwasserbereitung und einem 250 Liter teflonbeschichteten Speicher. Darin enthalten sind die Heiz- und Kühlfunktion über die Wärmequelle natürliches Gewässer (ohne zusätzliche Wärmeenergie) sowie eine Datenfernüberwachung aller betriebsrelevanten Daten. Diese Anlage kann im HWR untergebracht werden.

2.           Wärmeerzeuger

3.           Wärmeverteilung

Die Wärmeverteilung erfolgt über die Bauteilaktivierung mit Kapillarrohrsystemen für Boden, Wand oder Decke. Die Kapillarrohrmatten werden bei Leichtbauwänden vor Montage der obersten GK-Platte aufgeklebt. Mit diesem System der Wärmeverteilung durch Bauteilaktivierung wird eine reine Strahlungsheizung bei geringsten Temperaturdifferenzen und sehr hohen Reaktionsgeschwindigkeiten erreicht. Die üblichen Heizkörper sind dadurch nicht mehr erforderlich. Diese Randbedingungen bei einer Vorlauftemperatur von ca. 28°C gewährleisten das höchstmögliche Behaglichkeitsempfinden bei geringsten Luftbewegungen und den damit verbundenen Staubverwirbelungen. Die geringe Vorlauftemperatur hat beim Einsatz als Fussbodenheizung den grossen Vorteil, dass die, bei herkömmlichen Fussbodenheizungen üblichen Beschwerden (geschwollene Füsse, Gelenkschmerzen, Rheuma, bis hin zu Kreislaufproblemen), welche durch den überhitzten Fussbereich hervorgerufen werden, nicht auftreten können.

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